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Migration zur Microsoft Teams-Telefonie in drei Schritten

· 3 min read
Patrick Gmür
Bereichsleiter Vertrieb & Marketing, Mitglied der Geschäftsleitung

Die Einführung der Telefonie mit Microsoft Teams erfolgt in der Praxis am besten schrittweise. So lassen sich Risiken minimieren, Tests sauber durchführen und ein unterbruchfreier Betrieb sicherstellen.

Der folgende 3-Schritte-Ansatz hat sich in zahlreichen Projekten bewährt, insbesondere bei der Migration von bestehenden Telefonielösungen zu Microsoft Teams.

Schritt 1: Microsoft Teams als Collaboration-Plattform einrichten

Im ersten Schritt richten Sie Microsoft Teams als reines Collaboration-Tool ein. Dazu benötigen Sie eine Microsoft-365-Basislizenz, in der Teams enthalten ist, zum Beispiel:

  • Business Basic
  • Business Standard
  • Business Premium
  • E1 / E3 / E5

Anschliessend wird der Teams-Tenant eingerichtet. Dazu gehören unter anderem:

  • Anlegen der User
  • Zuweisung der Lizenzen
  • Grundlegende Mandanten-Einstellungen

Bereits in diesem Schritt können Sie Teams intern nutzen:

  • Chats
  • Audio- und Video-Meetings
  • interne Anrufe von Teams zu Teams

Die externe Telefonie ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht aktiv.

Schritt 2: Externe Telefonie mit temporären Rufnummern testen

Im zweiten Schritt wird die externe Telefonie ergänzt – bewusst zunächst mit temporären Rufnummern. Dafür benötigen Sie ein sipcall-business-Abo. Nach der Bestellung und Kontoeröffnung können Sie:

  • temporäre nationale Rufnummern im Kundenkonto bestellen
  • die Anbindung von Microsoft Teams via Direct Routing konfigurieren

Die Einrichtung umfasst unter anderem:

  • Ausführen einzelner PowerShell-Befehle
  • Hinzufügen der SBC-Domäne im Microsoft-365-Admin-Center
  • Aktivieren der Microsoft-Teams-Option für die Rufnummern

Anschliessend lassen sich bereits produktionsnahe Funktionen konfigurieren, zum Beispiel:

  • Ringrufe
  • IVR (Sprachmenüs)
  • Öffnungs- und Feiertagsschaltungen
  • Routing einzelner Rufnummern zu Teams oder zur Virtual PBX

Auch bestehende SIP-Telefone können parallel weiterbetrieben werden. In dieser Phase empfiehlt sich eine definierte Testphase, um Abläufe und Nutzerakzeptanz zu prüfen.

Schritt 3: Bestehende Rufnummern zu Microsoft Teams portieren

Erst im dritten Schritt werden die bestehenden produktiven Rufnummern portiert. Die Portierung erfolgt über das sipcall Kundenkonto und wird frühzeitig vorbereitet:

  • Die Rufnummern werden bereits zwei Arbeitstage vor der Portierung ins Konto integriert
  • Dadurch können sie vorab der Microsoft-Teams-Option zugewiesen werden
  • Die Rufnummern lassen sich bereits den gewünschten Teams-User zuordnen

Der grosse Vorteil dieses Vorgehens: Kein Unterbruch der Telefonie zum Zeitpunkt der Vollportierung.

Nach Abschluss dieses Schritts ist die Migration abgeschlossen und Microsoft Teams kann vollumfänglich als Telefonielösung genutzt werden.

Fazit: Schrittweise Migration reduziert Risiken

Die Migration zur Microsoft Teams-Telefonie ist kein einmaliger Umschaltmoment, sondern ein kontrollierter Prozess. Die Aufteilung in drei klar definierte Schritte ermöglicht:

  • saubere Tests
  • minimale Ausfallrisiken
  • hohe Planungssicherheit

Gerade bei bestehenden Rufnummern und produktiver Telefonie zahlt sich dieses Vorgehen aus.

Video-Tutorial: Migration zur Microsoft Teams-Telefonie in drei Schritten

Sie planen die Migration zur Microsoft Teams-Telefonie oder stehen noch am Anfang? Gerne besprechen wir Ihre Ausgangslage und zeigen Ihnen ein passendes Vorgehen auf.

Unverbindliche Beratung zur Teams-Migration

Wenn Sie noch Fragen zur Kombination von Microsoft Teams mit einer Virtual PBX haben, beraten wir Sie gerne unverbindlich und praxisnah.